Mittwoch, 21. September 2016

Boat trip - Day 4

Unsere letzten paar Stunden an Board starteten wieder mit einem schönen Sonnenaufgang ...
 

... gefolgt von einem Frühstück, diesmal Marmeladenbrote.


Ein letztes Mal die Taue lösen, zurück unter der engen, niedrigen Brücke durch ...


... vorbei an frühstückenden Kühen ...


... und den Seepferdchen.

 

Diesmal hatten wir den Shannon für uns - war wohl sonst keiner so früh unterwegs :-)



Und dann kam schon wieder Carrick-on-Shannon in Sichtweite.


Ein letztes Mal anlegen - hat sehr gut geklappt. Vielleicht gibt's doch Lerneffekte :-) Noch ein bissl das Boot putzen, die Sachen zusammenpacken und auschecken.


Dachten wir zumindest. Die Dame der Bootsvermietung hat uns dann erklärt, dass das Boot erst noch aufgetankt werden muss. Ui. Müssen wir doch nochmal wo anlegen??? Nein. Da kommt ein Kollege, guckt sich das Boot an, ob alles ok ist und fährt  es dann zur Tankstelle. Locker und flockig in ca. 2 Minuten wofür wir vermutlich eine halbe Stunde gebraucht hätten :-) Jedenfalls hat das Boot (oder wir) die Abschlussprüfung bestanden, wurde aufgetankt und vom waste water befreit. Ready for the next users.



Und für uns hieß es Abschied nehmen. War ein nettes Abenteuer, wird vermutlich wiederholt. Aber wieder nur für ein paar Tage. Ich bevorzuge dann doch ein WC mit Spülung und eine separate Duschkabine :-)


Dienstag, 20. September 2016

Boat Trip - Day 3

Der Freitag begann mit dem gleichen Frühstück wie am Vortag, dann ein Spaziergang durch den Lough Key Forest Park (Bilder folgen). Gegen Mittag wieder ein kleiner Snack ...
 

... und dann wurden wieder die Taue gelöst, wir querten den See - diesmal bei Sonnenschein ...


... und schon waren wir wieder bei der Schleuse. Wieder rot. Und ein Boot auf der anderen Seite. Und keine Anzeichen eines Schleusenwärters. Also wieder anlegen. Kurzer Austausch mit dem anderen Kapitän (wieder ein Deutscher), der wusste, dass der Schleusenwärter auf Mittagspause ist, aber die ist eh gleich aus. Also kurz warten, und dann kommt er tatsächlich und winkt uns in die Schleuse. Gleich beim ersten Wurfversuch erwische ich den Poller mit unserem Seil und ernte dafür ein "Good shot" vom Schleusenwärter. Das vordere Tau holt er wieder mit dem Haken und wir halten das Boot. Die hintere Schleusentür geht zu, da kommt noch ein Boot. Voll nett macht der Schleusenwärter nochmal auf und das andere Boot stellt sich neben uns. Witzigerweise ist es das selbe, das auch beim Hinweg mit uns in der Schleuse war.


Diesmal wird das Wasser ausgelassen, das Boot sinkt - somit wird das Halteseil immer länger.
 

Vorderes Schleusentor auf und wieder raus.



Auf dem Rückweg geht's wieder unter der Brücke durch ...


... vorbei an einem ziemlich kaputten Steg, den wir am Hinweg nicht bemerkt hatten. Da konnte wohl jemand noch schlechter anlegen als wir :-)


Am Golfplatz gibt's dieses Mal Action ...


... und am Ufer finden wir noch eine Ruine.


Weiter geht's dann den Shannon hinauf nach Norden, Richtung Leitrim.


Es wird immer enger, aber das stört die entgegenkommenden Boote nicht. Aber warum sollte es am Wasser anders sein als auf den Straßen in Irland?! Neben dem Wasser sind zahlreiche Weiden, darauf u.a. Pferde (die ich - voll kreativ - als Seepferdchen bezeichne .-)).


In Leitrim wird's dann WIRKLICH eng und nieder, und das noch dazu in einer Kurve. Uff!


Vorbei an der Waterfront ...


... zum nächsten Anlegeplatz. Diesmal klappt das Einparken recht gut. Ein Angler am Steg kommentiert das mit "You're experts!".  Und ich bin sicher, er hat das nicht sarkastisch gemeint :-)


Auch das mit dem Wasseranschluss klappt dieses Mal besser.





Als Nachbarn haben wir wieder ein paar Enten, dazu einen neugierigen Schwan ...


 ... und einen Jetski-Fahrer, dem wir in seinen Anzug helfen müssen. Er erklärt uns, seine Maschine fährt 110 km/h, und er ist in 5 Minuten in Carrick-on-Shannon (wir brauchen dafür ca. 1 Stunde). Aber leider kann er uns die volle Geschwindigkeit nicht zeigen, in der Marina gibt es nämlich eine Geschwindigkeitsbeschränkung.


Wir wollen extra aufpassen, ob er wirklich in 10 Minuten wieder zurück ist. Ist er nicht. Wann er genau wieder gekommen ist, haben wir aber nicht mitbekommen - waren vom Sonnenuntergang abgelenkt.




Zum Abendessen wurde nochmal der Herd angeworfen und es gab die Restln der Vortage.


Montag, 19. September 2016

Boat Trip - Day 2

Nach einer gar nicht so unbequemen Nacht (ich hab mir nur ein paar Mal das Schienbein am Bettvorsprung ang'haut :-)) startete der erste volle Tag an Board mit mitgebrachten Schoko-Honig-Schnitten und Tee. Naja, eigentlich startete der Tag mit einem vorsichtigen Blick vom Boot, ob wir noch am Steg angeleint sind, oder ob die Knoten doch nicht so fachmännisch waren und wir über Nacht irgendwo hingetrieben wurden. Aber: der Kapitän ist ein Knotenprofi, alles war OK.
 

Dann hieß es, Frischwasser nachzufüllen. Was sich als Herausforderung herausstellte, da der Anschluss am Steg nicht mit dem unseres Schlauches zusammenpasste. Somit war's ein ziemliches Gepritschle, den Anschluss hinzuhalten und dabei zu versuchen, Wasser einzufangen. Etwas langwierig, nass und kalt. Naja. Wenigstens weiß ich jetzt, dass die neuen Turnschuhe wasserdicht sind :-)



Und dann ging's los. Vorbei an frühstückenden Kühen ...


... durch enge Signalstangen ...


... und ebenso enge Kanäle ...


... zur ersten Schleuse. Zum Glück gab's dort einen Schleusenwart, wir  mussten also nicht selbst auf- und zumachen und das Wasser rein- und rauspumpen. Phew! :-) Allerdings war rot als wir hingekommen sind, und die Schleuse zu. Also wieder ein Anlegeversuch, der auch recht schnell erfolgreich war. Dann raufgelaufen zum Wärterhäuschen, wo eine nette Dame lesend saß "Oups, ich hab euch gar nicht gesehen". Tja. Schnell die €1,50 an Gebühren bezahlt, die Dame darauf hingewiesen, dass dies unsere allererste Schleuse ist (wir uns also doof anstellen werden und Hilfe brauchen), wieder zurück zum Boot gesaust und vor der Schleuse gewartet, bis sie aufging, es grün wurde und wir reinfahren konnten.



Dort hat uns die Schleusenwärterin dann schon erwartet und mit einem Haken unsere Taue nach oben gezogen und um den Poller gelegt.


Das Ende vom Seil musste man dann festhalten und nachfassen, während das Wasser in die Schleuse lief und das Boot stieg. 



Und dann war's auch schon wieder vorbei. Anderes Schleusentor auf, rausfahren.


Und dann waren wir am Lough Key angekommen, in dem es ganz viele kleine Inseln gibt. Leider hat's etwas geregnet, aber auch nicht so schlecht - sieht's ein bissl mystisch und spooky aus!




Eigentlich wollten wir gleich zum Lough Key Forest Park, aber auf Grund des Wetters haben wir beschlossen, lieber zuerst nach Boyle zu fahren - dort gibt es Museen zu besichtigen :-) Also zur Boyle Marina - und wieder mal anlegen. Und dieses Mal war's gaaaaanz schwierig. Unzählige Versuche und es wollte nicht und nicht klappen. Einer der Bootsfahrer auf der anderen Seite der Marina hatte schließlich Mitleid mit uns, ist aus seinem Boot gesprungen und um die Marina gelaufen um uns zu helfen. Hat aber auf halben Weg umgedreht, weil mittlerweile ein Pärchen vom übernächsten Boot anscheinend auch genug Unterhaltung mit uns hatte und ebenfalls beschlossen hat, uns zu helfen. Aus einiger Entfernung werfe ich also dem Mann unser Tau zu, und er zieht uns zum Steg und macht uns fest. Und sagt mir, ich soll seiner Frau doch das vordere Tau zu werfen. Ähem. Ich klettere somit am fußbreiten Rand des Boots nach vorne, mich krampfhaft an der Mini-Reeling festhaltend. Kommentar des Helfers "Are you ok????". Ähhh "NOOOO." Hab's aber letztlich doch geschafft und wie hat uns auch vorne festgebunden :-)


Daraufhin gab's erst eine kurze Besichtigung von Boyle (Bilder folgen später), und dann eine kleine Stärkung.


Und dann ging's zum Lough Key Forest Park, wo man den Viewing Tower schon vom See aus sehr gut sieht ...


... und die  davor liegende Castle Island fast umrunden kann.



An der Marina gibt's dann noch einen kleinen Tempel.


Tja. Und dann mussten wir wieder anlegen. Und weit und breit niemand, der uns diesmal zu Hilfe eilen könnte :-) Hat aber halbwegs gut geklappt. Soll heißen, das hintere Ende des Bootes war nach nur ganz wenigen Versuchen nah genug am Steg, dass ich wieder meine Wurfkünste einsetzen und den Poller einfangen konnte. Woraufhin der Kapitän von Bord gehüpft ist und versucht hat, auch das vordere Ende des Bootes einzufangen. Dabei einen Spagat zwischen Boot und Steg hingelegt hat. Aber nicht ins Wasser gefallen, somit: erfolgreich erledigt :-)


Nach einem kleine Spaziergang hatten wir dann auch Nachbarn. Zwei Boote mit einer deutschen Herrenrunde (insgesamt 10 Männer, die gegrillt und Party gemacht haben - bis es zu regnen anfing), und eine Gruppe Entchen, mit denen ich mich angeregt unterhalten habe. Und die wir mit ein bissi Brot gefüttert haben. Voll süß :-)


Zum Abendessen gab's dann Burger, Pommes und Paprika. Schon voll die Profis mit dem Gasofen.


Und als Nachspeise Schokofondue, weil wir soooo viele Herausforderungen gemeistert hatten.


 Und als weitere Belohnung gab's dann noch einen tollen Sonnenuntergang.


Beim Schlafengehen hat es dann wieder ein bisschen geregnet, und das Boot ein bisschen gewackelt, war aber nicht so schlimm - weder bewegungs- noch lärmmäßig störend. Oder wir waren einfach so erschöpft, dass es uns nichts mehr ausgemacht hat :-)