Sonntag, 5. April 2020

Der tägliche Spaziergang

Seitdem es in Irland Ausgangssperre gibt, mache ich jeden Tag in der Früh 2 Physiotherapieübungen für meine Schulter (davor sträflich vernachlässigt), und einen Abendspaziergang durch die Wohnanlage (das sollte sich mit dem 2km Radius ausgehen :-)).
 
Obwohl ich jeden Tag genau die gleiche Runde mache, zeigt der Schrittzähler am Handy jeden Tag einen anderen Wert. Hm. Aber es sind so zwischen 4.800 und 5.000 Schritte.
 
Zuerst geh ich an "meiner" Baustelle vorbei, die in den letzten Wochen deutlich gewachsen ist. Jetzt ist aber Baupause.
 

Die Gebäude im gegenüberliegenden Business Park sind hingegen schon deutlich fortgeschrittener ...


... allerdings ist dahinter auch noch ziemliche Baustelle.


Nach der Runde im Business Park geht es wieder zurück in die Wohnanlage, mit ein paar Frühlingsboten.



Und dann gehe ich das Bächlein entlang, bis es nicht mehr weiter geht, drehe wieder um, und geh nach Hause. Am Weg gibt es ein paar Schaukeln, und man trifft immer Leute, die ihre Kinder oder Hunde ausführen. Einmal hab ich eine Familie getroffen, die ein Hasi spazierenführte. Und tendenziell machen alle einen Bogen umeinander, wenn man sich am Weg begegnet.





Samstag, 4. April 2020

COVID-19

Die COVID-19 Maßnahmen haben Irland erstaunlicherweise (immerhin ist es eine Insel - sollte leichter "abzusperren" sein?!?) deutlich später erreich als Österreich. In den Supermärkten sieht man jetzt deutlich mehr Regalschlichter, trotzdem kommt es vor, dass man dieses Bild sieht (zugegebenermaßen aber selten sooo extrem).
 

Social distancing Initiativen gibt es nicht nur in den Geschäften ...


... sondern auch im Park ...


... bzw. auf der Straße.


Seit einer Woche gibt es eine recht restriktive Ausgehbeschränkung - 2km Radius um den Wohnort. Somit bleib ich halt zu Hause und mach jeden Tag nur einen Abendspaziergang durch die Wohnanlage. Dafür hab ich mir ein bisschen Frühling in die Wohnung geholt.


Freitag, 27. März 2020

Kartenwand (22)

Mitte März war dann auch wieder ein halbes Jahr um - und somit Zeit für das aktuellste Kartenwandfoto!
 

Dienstag, 24. März 2020

Kleine Begleiter in Luxemburg

Als ich nach Luxemburg aufgebrochen bin, hab ich doch tatsächlich vergessen, Goldbär und Casali-Kükn mitzunehmen (und sie sind auch nicht selbst in die Tasche gehüpft)... Ich hab das gleich dem weißen Kuschelhasi berichtet, dass ich dort treffen sollte. Und es hat beschlossen, trotzdem zu kommen - und andere Freunde zur Unterhaltung mitzubringen: das ganz kleine Hasi und den kleinen Kobold. Somit gibt's diese Mal "andere Kleine" auf den Fotos :-)
 





Montag, 23. März 2020

1 Jahr Flügelchen

Heute vor einem Jahr bin ich am Weg ins Fitnesscenter (!) hingefallen, hab mir die Schulter ausgerenkt und gebrochen, und das Flügelchen war geboren. Hat ungefähr ein halbes Jahr gedauert, bis mir bewusst wurde, dass es irgendwie komisch ist, seiner gebrochenen Schulter eine eigene Persönlichkeit zuzusprechen - aber die hat sie halt nun mal :-)

Im vergangenen Jahr waren das Flügelchen und ich sehr tapfer. Wie tapfer, wird einem erst bewusst, wenn einem die Ärzte im Nachhinein erzählen, dass es eigentlich doch eine schlimme Verletzung war, und man doch recht froh sein kann, wenn man sich wieder halbwegs normal bewegen kann.

Und das geht. Flügelchen kann zwar noch nicht alles machen, was es vorher konnte, aber der normale Alltag ist doch wieder gut zu meistern. Dafür ziept es jetzt mehr als vor einem Jahr (oder ich war damals einfach sooo dammisch, dass ich's nicht so gespürt hab?!?) und zickt manchmal etwas rum, vor allem, wenn ihm kalt ist. Aber meistens bemüht es sich :-) So z.B. heute morgen, als wir uns gedacht haben, wir müssen jetzt endlich wieder mit den Übungen weiter machen, die wir in den letzten Monaten sträflich vernachlässigt haben. Und da wir uns im Moment deutlich weniger bewegen als normal, ist das Einjahresjubliäum doch ein guter Anlass, ein bisschen aktiv zu werden. Auch, weil die meisten Ärzte gesagt haben, dass das, was wir nach einem Jahr können, das ist, was wir in Zukunft können werden. Und wir wollen doch noch ein bissl Verbesserung :-)

Jetzt, nach einem Jahr, bin ich nichtsdestotrotz wieder in einer ähnlichen Situation - allein in der Wohnung in Dublin, mit wenig Ausgang und physischen Kontakten mit anderen. Dieses Mal geht's aber nicht nur mir so, und ich hab den Eindruck, ich komm damit (so far?) besser zurecht als viele andere. Vielleicht hatte es also sein Gutes, social isolation schon letztes Jahr für 6 Wochen zu erleben, gut zu überstehen, und grad erst wieder am Weg zur Normalität gewesen zu sein. Wenngleich dieses Mal das Licht am Ende des Tunnels etwas gedimmt ist - der Osterflug nach Wien wurde nämlich gestrichen...

Aber vieles ist jetzt wesentlich einfacher als vor einem Jahr. Ich kann mir die Zähne putzen, ohne mich anzukleckern. Mich waschen, baden, Haare frisieren, Kontaktlinsen reingeben, T-Shirts und Pullis anziehen geht fast problemlos und ist kein Projekt mehr, das Planung und Energie zur Umsetzung erfordert. Ich kann am Bauch schlafen, ein bisschen auf der rechten Schulter liegen, Sachen heben, kochen, mit 2 Händen basteln und wieder vernünftig tippen, nicht nur mit dem linken Zeigefinger. Und wenn ich raus will, bin ich selbst mobil (sprich - kann Autofahren), und muss  mir nicht immer ein Taxi organisieren.

Somit - happy anniversary, Flügelchen! Brav verbessert im letzten Jahr - aber das letzte bisschen müssen wir jetzt auch noch hinkriegen.