Es ist Juli, es ist Sommer. Wenngleich anscheinend weniger heiß als in Zentraleuropa, und weniger heiß als befürchtet, reichen mir die Temperaturen bei Weitem :-) Im Home Office kleben die Unterarme vor dem Laptop am Schreibtisch fest, und Stricken/Häkeln erweist sich als herausfordernd, weil der Wollfaden nicht mehr durch die Finger durchflutscht, sondern ebenfalls daran kleben bleibt.
Ich habe es lange aufgeschoben, die Klimaanlage in der Wohung zu verwenden, bin aber mittlerweile auf 'Power Freezing' übergegangen. Soll heißen, ich schalte sie kurz an, auf 16 Grad, dann geht es wieder für etliche Stunden. Als Alternative werden hier weitläufig Fächer verwendet. Habe einen sehr schönen von einer Kollegin geschenkt bekommen.
Mit der Hitze kamen die Mücken. Komme mir vor wie der Mitternachtssnack der Moskitos. Ich teste noch, was am besten funktioniert - Lavendelöl, Zitronenkerzen, chemische Mittel, Fenster fest zu lassen. In der Zwischenzeit juckt es halt überall :-)
Die ernsthaftere Auswirkung der Hitze sind Brände. In letzter Zeit häufen sich die Notfallsmeldungen am Handy. Zum Glück war bislang noch keiner so nahe, dass ich etwas davon gemerkt hätte.
Was sich sonst noch so getan hat:
- Mein Internet in der Wohnung funktionierte nicht mehr. Musste beim Kundendienst anrufen, wo ich tatsächlich einen englisch-sprachigen Mitarbeiter bekommen habe. Musste die Lichterln am Modem beschreiben (Herausforderung, da das in einem Regal oberhalb der Badezimmertür steht). Sollte es vom Strom abstecken (ging nicht, weil ich zu klein bin, um an den Stecker in diesem Regal ranzukommen, selbst am Sessel balanzierend). Offenbar konnte er dann aber doch über Fernabschaltung etwas machen. Irgendwann war die Handyverbindung weg, aber das Internet hat wieder funktionert, also ließ ich es gut sein. Ein paar Minuten später ein Anruf. Anscheinend ein Tonband, nur auf griechisch - Nachbearbeitung vom Kundendienst? Mangels Sprachverständnisses habe ich halt aufgelegt...
- Nach 8 Monaten kontinuierlichem - und nicht erfolgreichem - Austausch mit dem Kundendienst des Klimatickets habe ich das Ministerium und die Beschwerdestelle kontaktiert. Plötzlich ging es, und das Klimaticket hat mir die unrechtmäßige Monatsrate zurück überwiesen.
- Da der Baumeister beim Balkonumbau ja so gepfuscht hat und keine Anstalten auf Verbesserung gemacht hat, habe ich auch hier diverse Beschwerdewege versucht. Arbeiterkammer fühlt sich nicht zuständig, wenn man nicht Mitglied ist (danke, sehr nett). Beim Konsumentenschutz kann man eine Beschwerde einreichen, muss aber ebenfalls Mitglied werden (ebenfalls sehr kundenfreundlich). Die Wirtschaftskammer sagt, sie ist nicht für den Konsumenten zuständig. Meint aber, mein Baumeister hätte das aber eigenlich gar nicht machen dürfen (grmpf). Muss noch überlegen, wie's da jetzt weitergeht.
























